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Lesedauer: 4 min 28.09.2022

Den Tod enttabuisieren.

Colors of Death

In einer Zeit in persönliche Entfaltung hoch im Kurs steht, lernen wir, dass wir für unsere Gedanken, Emotionen, Finanzen und unser ganzes Leben selbst die Verantwortung tragen. Wo aber in dieser langen Liste der Themenfelder steht da unser Tod? Hört Selbstverantwortung am Sterbebett auf? Ist es nicht an der Zeit, in einer offenen und selbstbestimmten Gesellschaft, auch deshalb den Tod aus seiner dunklen Ecke zu holen? Diese Frage hat sich Jasmin als junger, gesunder, mitten im Leben stehender Mensch gestellt. Und teilt ihre Antworten und Erfahrungen mit Ihrem Coachingkonzept Colors of Death.

Was, wenn du morgen unerwartet stirbst? Was wirst Du bei Deinen Mitmenschen hinterlassen? Einsamkeit, Traurigkeit, Chaos, Wut? Nachdem Jasmin aus dem Motiv der Fürsorge und Nächstenliebe heraus ihre eigene Beerdigung geplant hat, war ihr klar: Ich möchte mehr hinterlassen. „Ich habe für die Zeit nach meinem Tod alles vorbereitet, weil ich meine Liebsten nicht mit den Dingen allein lassen möchte, die eigentlich meine Angelegenheiten sind. Also habe ich aufgeräumt: Schriftlich Fragen beantwortet, die meine Hinterbliebenen vom Bestatter gestellt bekommen werden. Aber mehr noch. Ich habe tröstende Umarmungen geplant für den Moment, wo ich sie selbst nicht mehr geben kann.“

Durch ihre eigene Erfahrung inspiriert hat sie ein Workbook-Konzept für einen neuen, mutigen Umgang mit dem eigenen Tod und dem Thema Bestattung entwickelt. Colors of Death führt dich vollumfänglich, bunt und mit einer gewissen Leichtigkeit durch das oft so dunkle und trostloste Tabuthema. „Indem wir ihn totschweigen, haben wir verlernt den Tod in unserer Gesellschaft gemeinsam zu „erleben“. Es wird Zeit die Trauer- und Bestattungskultur in Deutschland in die Moderne zu überführen.“

Als kreative Autorin und Coach ermutigt sie andere Menschen, sich Ihrer Endlichkeit zu stellen, um nicht nur aufgeräumter durchs und sondern auch aus dem Leben zu gehen. „Der riesengroße Nebeneffekt: Durch die Erfahrung der eigenen Beerdigungsplanung werden sich die Menschen zeitgleich dem Wert des eigenen Lebens wieder mehr bewusst. Sie können entspannter und Angstfreier den Situationen begegnen, die sie nicht beeinflussen können: Das ist Persönlichkeitsentwicklung 2.0“

Jasmin Marks

Jasmin Marks ist gelernte Mediendesignerin und nach vielen Jahren Berufserfahrung in Führungsposition, Ausbildungsleitung und 10 Jahre Selbstständigkeit in der Eventplanung ist mit Colors of Death alles ganzheitlich miteinander verschmolzen: Sie coacht Menschen empathisch durch ihre ganz ungewöhnliche Lebenserfahrung, dabei fordert, fördert und ermutig sie, begleitet Menschen strukturiert und emotional. Für persönliches Wachstum und um einen ganz besonderen Fußabdruck zu hinterlassen. Nämlich einen kreativen, einen, voller Nächstenliebe. Mit Ihrer Kreativität macht sie Liebe und Emotionen sichtbar. Nicht nur im Leben, sondern über den Tod hinaus.

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Jeden Monat stellt Kreatives Unternehmertum dem Ökosystem eine gesellschaftsgestalterische Frage und kuratiert dazu passende Einblicke in die Wirksamkeit des Gesellschaftsgestaltertums. Noch weitere Antworten auf unsere Frage des Monats im Oktober 2022? Dann hier unser Forschungsimpuls zur Frage "Wie wachsen wir in Entfaltung hinein?", unser Rückblick auf den VII. KU Kongress 2022 und Einblicke in unseren anderen neuen Macher:innen-Teams!