Welche Gesellschaft könnte entstehen, wenn Fürsorge zu einem zentralen Prinzip unseres Zusammenlebens würde? Way of Care gibt eine Antwort: als eco-somatische Initiative und kulturelle Plattform aus Berlin, die Praktiken der Fürsorge für das Selbst, für andere und für den Planeten kultiviert – durch verkörperte Bildung, Kunst und soziale Initiativen.
Fürsorge wird oft als selbstverständlich vorausgesetzt und gleichzeitig systematisch übersehen. Way of Care stellt genau das in Frage: Das Projekt versteht Fürsorge nicht als privates Gefühl, sondern als relationale und verkörperte kulturelle Praxis, eine Fähigkeit, die entwickelt, geteilt und in den Alltag integriert werden kann.
In einer Welt, die von Beschleunigung, ökologischer Krise und sozialer Fragmentierung geprägt ist, fragt Way of Care: Wie können wir wieder in echte Beziehung treten: zu uns selbst, zu anderen und zur lebendigen Welt? Die Plattform verbindet Kunst, philosophische Reflexion und wissenschaftliche Perspektiven, um Kulturen der Aufmerksamkeit, Gegenseitigkeit und ökologischen Bewusstheit zu fördern.
Das Angebot umfasst Bildungsprogramme, künstlerische und kulturelle Formate, geführte Erfahrungen in Kunst und Natur sowie reflektierende Praktiken. Teilnehmende werden eingeladen, ein vertieftes Bewusstsein für sich selbst, für andere und für ihre Umgebung zu entwickeln. Way of Care arbeitet dabei mit Institutionen und professionellen Gemeinschaften zusammen, darunter das Max-Delbrück-Center, das Berlin Institute of Health und die Technische Universität Dresden und entwickelt langfristige, interdisziplinäre Programme, die Kunst, Verkörperung und Reflexion in den Alltag und professionelle Kontexte integrieren.
Eine zentrale Initiative ist Care for the Caretakers: ein Social-Impact-Programm zur Unterstützung der mentalen und emotionalen Gesundheit von Pflegekräften, insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund. Es steht exemplarisch für den Ansatz von Way of Care: Fürsorge dort stärken, wo sie am dringendsten gebraucht wird und am wenigsten zurückfließt.
Was macht Way of Care besonders?
Eliana Araque (geb. 1990 in Kolumbien) ist transdisziplinäre Künstlerin, Philosophin und Pädagogin. Ihre Arbeit erforscht die Beziehungen zwischen Menschen, Ökosystemen und kulturellen Narrativen. Sie entwickelt künstlerische, verkörperte und forschungsbasierte Ansätze, die Menschen wieder mit sich selbst, miteinander und mit der lebendigen Welt verbinden.
Mit immersiven Installationen, somatischen Bildungsformaten und kultureller Vermittlung zeigt sie, wie Wahrnehmung, Körperlichkeit und künstlerische Praxis neue Formen von Bewusstsein und relationalem Verständnis eröffnen können. Dabei geht sie von der Idee aus, dass der Mensch ein „gehendes Stück Natur“ ist und kulturelle Praktiken bewusstere, harmonischere, mitfühlendere und nachhaltigere Formen des Zusammenlebens fördern können.
Eliana arbeitet regelmäßig mit wissenschaftlichen Institutionen wie dem Max-Delbrück-Center, dem Berlin Institute of Health und der Technischen Universität Dresden zusammen. Sie fördert interdisziplinäre Dialoge zwischen Kunst, Wissenschaft und Philosophie.
Als Gründerin von Way of Care entwickelt sie eine eco-somatische kulturelle Plattform, die Bildungsprogramme, künstlerische Praxis, Forschung und soziale Initiativen vereint, um eine Kultur der Fürsorge für das Selbst, andere und den Planeten zu fördern.
Das Team ist Teil des KU Mach-Programms 2025/26. Im Rahmen dessen werden die Köpfe in ihrer ganzheitlichen unternehmerischen Potentialentfaltung durch die gemeinnützige GmbH von Kreatives Unternehmertum gefördert und begleitet.