New Work. New Culture.
Wenn alle weniger arbeiten würden, könnte Arbeit ganz neu definiert und viel besser verteilt werden. Sinnvolle und wertvolle, aber unbezahlte gesellschaftliche Tätigkeiten könnten dann endlich gewürdigt werden. Damit wäre ein radikaler Kulturwandel verbunden, der mit der zeitlichen und symbolischen Vorherrschaft von Lohnarbeit bricht.
→ Zeit und ort

12. Juli 2018, Zeltner Bierhaus, Hallerstraße 32, 90419 Nürnberg - 18.00 bis 22.00 Uhr

08. Oktober 2018, Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1, 44147 Dortmund - 18.00 bis 22.00 Uhr

26. November 2018, Leipzig - 18.00 bis 22.00 Uhr

→ Die Idee

Die Einsparung menschlicher Arbeit im Zuge technischer
Produktivkraftentwicklung ist eine gesellschaftliche Schicksalsfrage. Bereits
in den frühen 1980er Jahren gründete angesichts bevorstehender
Massenentlassungen in der amerikanischen Automobilindustrie Frihtjof Bergmann in
Flint das erste Zentrum für Neue Arbeit. Der Vorschlag von „New Work – New
Culture“ ist einfach und gilt noch immer: Anstatt die eine Hälfte der
Arbeitskräfte in die Arbeitslosigkeit zu schicken und die andere in Überstunden,
geht es um einen New Deal: ein vertikaler anstatt ein horizontaler Schnitt in
der Erwerbsbevölkerung. Alle Beschäftigten sollen nur noch maximal die Hälfte
der Zeit arbeiten, und in der anderen ihre Talente in autonomen Zentren für
Neue Arbeit und verschiedenen Formen der Eigenarbeit produktiv machen. Damit
ist ein radikaler gesellschaftlicher Kulturwandel in der Definition des Wertes
von Arbeit verbunden, der mit der zeitlichen und symbolischen Vorherrschaft von
Lohnarbeit bricht – aber auch mit der staatlichen Logik von Arbeitsbeschaffung
und Arbeitsverwaltung.

Die dreiteilige Workshop-Reihe fragt nach generellen Ideen und Visionen in
dieser Richtung, und nach konkreten Handlungsmodellen und Beispielen für eine
postindustrielle urbane Zukunft in den verschiedenen Bereichen der Ökonomie, der Kultur, des Sozialen und der Stadtentwicklung.

Zu jedem Workshop werden lokal agierende Impulsgeber und weitere Experten eingeladen.

Nürnberg, 12.07: Maria Trunk, Christian Weiß, Stefan Detzel

Dortmund, 08.10: Dr. Stefan Gärtner, Yvonne Johannson, Dr. Peter Schmieder, Björn Eckerl

Leipzig, 26.11: wird in Kürze veröffentlicht

Programm Broschüre
→ Das Programm

18.00: Begrüßung und Einführung in das Thema (Michael Hirsch)

18.20: Kurzvorträge der Impulsgeber*innen (Peter Schmieder, Yvonne Johannsen, Stefan Gärtner, Björn Eckerl): jeweils 15 Minuten

- Selbstvorstellung der Impulsgeber*innen

- Thema: Woran (und wie) arbeite ich? Wie sehe ich die Gegenwart und Zukunft der Arbeit? Welche Befreiungspotentiale gibt es? Welche Hindernisse? Welche theoretischen und welche praktischen Handlungsstrategien?

19.20: Zusammenfassung der Thesen und kurze Nachfragen/Kommentare (Michael Hirsch

19.40: Öffnung der Diskussion zum Publikum und moderierte Diskussion

20.30: Schluss

Programm Broschüre
→ Impulsgeber
Dr. Michael Hirsch
KU Bildungsraum für Nächste Gesellschaftesverträge
Christian Jacobs
Earnest & Algernon
Maria Trunk
Journalistin
Christian Weiß
Künstler
Stefan Detzel
Geschäftsführer EL-NET Innovation
Dr. Stefan Gärtner
Forschungsdirektor, Institut Arbeit und Technik
Yvonne Johannsen
Stadtplanerin & Geschäftsführerin, Die Urbanisten
Dr. Peter Schmieder
Geschäftsführer, Künstlerhaus Dortmund
Björn Eckerl
Gründer & Geschäftsführer, Agentur Vier für Texas
In partnerschaft mit
No items found.
Jetzt anmelden
→ Impressionen
→ Organisatorisches

Der Teilnahmebeitrag pro Abendformat inkl. Kulinarik beträgt 58,00 € zzgl. USt..

KU vergibt für dieses Format verschiedene Teilnahme-Stipendien. Mehr erfährst Du auf unserer Stipendien-Seite.

Bei Interesse melde Dich gerne unter teilsein@kreatives-unternehmertum.com.

Jetzt anmeldenZurück zur ÜbersichtRückblickRückblick